Hochschulsport Goes Dance

Die Benefiz-Gala des Hochschulsports

Review 2020

„Hier steppt der Bär“ hätte der geneigte Zuschauer wohl zum diesjährigen „Hochschulsport Goes Dance“ gesagt. Ein Stepptanz-aufführendes Großraubtier war zwar nicht Teil der Benefiz-Gala, zum Thema der Veranstaltung hätte es gleichwohl gepasst: Kontraste.

Unter diesem Motto gab es aber auch ohne Bären erstaunliche Tänze, glitzernde Kostüme und feine Akrobatik zu sehen. 15 unterschiedliche Tanzarten verschiedener Level mit insgesamt 20 Choreografien unterhielten insgesamt gut 2000 Zuschauer, die ganz im Charme einer studentischen Tanzkurs-Aufführung rund um die Tanzfläche mal auf Stühlen, mal auf dem Boden sitzend die Show verfolgten.
Die 2011 von Milena Dettenbach, Rebecca Roetger und Timo Schneider als geselliges Come-Together einzelner Tanzgruppen ins Leben gerufene Veranstaltung erfreute sich Jahr für Jahr immer größerer Beliebtheit und wurde deshalb zum zweiten Mal in zwei identischen Vorstellungen geteilt. Die Matinee um 16:00 Uhr und die Abend-Gala um 20:00 Uhr.

Der Eintritt war wie schon in den Jahren zuvor frei, durch Kuchenverkauf und Spenden wurde jedoch Geld für den Neubau des Kinder- und Jugendhospiz „Sternenlichter“ gesammelt.

Nach einem kurzen Eröffnungstanz gefolgt von einer Begrüßung durch das Moderatoren-Team begann ohne große Umschweife die Show mit einer Vertikaltuchaufführung, in der die Darsteller*innen eine Geschichte von Gut und Böse mit Körperbeherrschung und eleganten Bewegungsabläufen erzählten. Der anschließende Salsa-Kurs bewies, dass sich auch vermeintlich hüftsteife Deutsche mit Elan zu rhythmischer Latino-Musik bewegen können.

Es folgten eine Ballett-Choreographie mit an Black-Swan erinnernden Kostümen zu Bass-lastigen Elektro-Beats, ein frivoler Stuhltanz, und die Performance der Jazz-Dance Gruppe, die mit Kerzenlicht, Umhängen und von dramatischer Violinen- und Piano- Musik begleitet eine mysteriöse und knisternde Stimmung erzeugte.

Auch im weiteren Verlauf des Abends beeindruckten Latein-Amerikanische Tanzgruppen, die mit fast schon artistischen Tanzelementen und mitreißender Dynamik Schlaghosen wieder Mode werden lassen könnten, die Modern Dance Gruppe, die eine Geschichte von Golems und Hexen erzählte und eine Ballett-Aufführung, die mit Videospiel-Melodien von Pokémon oder Witcher klassisches Ballett und Super Mario in Einklang brachte.

Besonders der Folk-Tanz, der nicht nur ein wenig lustig war, sondern vor allem Ästhetik mit Körperbeherrschung verband, die Latein-Tänzer, die in Nonnen und Pastoren Outfits zu fetzigen Kirchenlied-Remixes heiße südamerikanische Tänze darboten, Partnerakrobatik, bei der die Partner*innen quasi mit Füßen jongliert wurden, sowie eine Zumba-Darbietung die selbst Hyperaktive mit zwei Energy Drinks intus ausgepowert hätte, begeisterten die Menge.

Abschließend wurde nach einer Darbietung des „Aufstieg des Phoenix“, die mit hypnotisierend glitzernder Oberbekleidung und einer großen Aufstellung in Phönix-Formation eindrucksvoll ihre Choreografie präsentierte eine kurze Dankesrede gehalten, ehe es am Ende eine große Zusammenkunft aller Gruppen gab.

„Alle hier haben einen Riesenjob gemacht, wenn man sich vorstellt, dass das hier alles ehrenamtlich passiert“ resümierte Mitorganisator Timo Schneider.
Die Trainer+innen, Tänzer+innen und Helfenden, die Cafete am IfS, die für die Versorgung mit Kaltgetränken und Snacks zur Verfügung stand – Sie alle trugen zu einer gelungenen Gala bei.

Das lässt die Erwartungen auf das nächste „Hochschulsport Goes Dance“, wenn das 10-jährige Jubiläum gefeiert wird, umso größer werden.
„Ein Motto haben wir schon. Aber das verraten wir natürlich noch nicht“ sagte Milena Dettenbach lächelnd und mit Vorfreude in den Augen.

Von Alexander Schlüsselburg


Das sagt die Presse

 

Göttinger Tageblatt     HNA


Galerie

Hochschulsport Goes Dance 2020

(die Gallerie wird in den kommenden Tagen noch weiter aktualisiert werden)