Sportangebot

Neue Seitenwechsel Redaktion trifft sich

Auch im Wintersemester 2022/23 übernimmt der Kursus „Printjournalismus“ an der ZESS die Ausgestaltung des Seitenwechsels für das folgende Sommersemester. Weg vom Schreibtisch, rein in den Sportbetrieb hat der Kursus dieses Mal die Sportart Roundnet genauer kennengelernt.


Roundnet im Hochschulsport: Der Sommer kann kommen

Text: Marc Necker Velez

Der Trendsport Roundnet ist in Göttingen angekommen. Der Hochschulsport Göttingen startet auch im Sommersemester wieder mit einem Angebot an Trendsportarten wie Roundnet.

Es ist Donnerstagabend, dunkel und kalt, als Jonas Hell am Hochschulsport Göttingen begeistert von Roundnet erzählt. Wer in den vergangenen Jahren an einem Sommertag im Park unterwegs war, hat diesen Trendsport, in dem vier Personen mit einem Ball um einen Ring mit umgespannten Netz hüpfen, mit großer Wahrscheinlichkeit schonmal gesehen. 2017 sei der Sporttrend von den USA nach Deutschland rüber geschwappt, erklärt Jonas in der nächtlichen Kälte, die nun wahrlich nicht die freundlichsten Wetterbedingungen für den Sommer- und Freizeitsport Roundnet bietet. Auch der Roundnet-begeisterte Sport- und Biologiestundent räumt ein, dass das beliebte Rückschlagspiel eher eine Sportart für die wärmeren und helleren Jahreszeiten sei.

Viele kennen Roundnet eher unter dem Namen Spikeball. „Das hat sich so durchgesetzt, ist an sich aber nicht ganz korrekt“, sagt Jonas, der auch seine Bachelorarbeit zu diesem Trendsport geschrieben hat. Spikeball sei der Name der auf dem Markt führenden Marke, die Roundnet-Equipment produziert, während Roundnet die Sportart an sich meine. So wie Tempo bei Taschentüchern habe sich auch Spikeball bei Roundnet durchgesetzt.

Mit Spaß und Eifer machen sich die Kursusteilnehmenden mit der Sportart Roundnet vertraut.

Soweit so gut, aber wie funktioniert Roundnet eigentlich? Das Spiel besteht aus einem kleinem Ball, einem Ring mit 90 cm Durchmesser, einem Netz, welches um den Ring gespannt wird und zwei zweiköpfigen Teams. Jonas vergleicht den Spielablauf mit dem von Volleyball: So beginnt auch Roundnet mit einem Aufschlag des einen Teams. Der Ball muss auf dem Netz aufschlagen. Anschließend hat das gegnerische Team – analog zu Volleyball – maximal drei Kontakte, um den Ball wieder auf das Netz zu schlagen. Und so nimmt das Spiel seinen Lauf. Macht eines der beiden Teams einen Fehler oder spielt den Ball nicht auf das Netz, kriegt das andere Team einen Punkt. Das ist eine weitere Parallele zu Volleyball, nur dass man nicht über das Netz auf die gegnerische Spielhälfte, sondern auf das Netz zielt.

Die neue Redaktion für die Sommerausgabe

Roundnet habe sich laut Jonas vergangenen Sommer auch in Göttingen als Trendsport durchgesetzt. Die Rasenfläche am Hochschulsport sei voll von Roundnetspieler*innen gewesen. „Man konnte im Sommer sogar die Abdrücke von Roundnet auf dem Rasen sehen“, fügt Jonas noch hinzu. Auch Mischa Lumme vom Hochschulsport Göttingen bezeugt, dass Roundnet ein Durchstarter der vergangenen Jahre und von den Grünflächen der urbanen Räume nicht mehr wegzudenken sei – auch nicht von der Rasenfläche des Hochschulsports. Nun im Wintersemester ist es dunkel, nasskalt und der Rasen ist leer. Doch Mischa ist sich sicher, dass sich der Trend zu mehr Sport im Außenbereich im Sommersemester bestätigen wird. Der Göttinger Hochschulsport werde auch im kommenden Semester wieder ein umfangreiches, ausdifferenziertes Programm bieten. Jährlich hat Niedersachsens größter Sportanbieter mehr als 600 Kurse mit gut 15.000 Kursplätzen im Angebot. Auch Trendsportarten wie DiscGolf oder eben Roundnet würden bedient. Das Equipment für Roundnet können Mitglieder des Hochschulsport auch im Sommersemester wieder an der MyBox – eine Art Container an der Rasenfläche des Sportzentrums, in dem Sportartikel für den Gebrauch vor Ort ausleihbar sind – abholen. Die Voraussetzungen sind also geschaffen, damit ein belebter und sportlicher Sommer an den Außenflächen des Ifl auch 2023 wieder möglich wird.